Johann-Peter-Ring-Grundschule Ottmaring

3/4 b

Erlebnispädagogische Führung

„Mathematik in der Kirche“

 

Am 10. Januar 2018 nahm die Klasse 3/4 b mit ihrer Lehrerin Frau Lichtenstern an der erlebnispädagogischen Führung „Mathematik in der Kirche“ teil. Die Ottmaringer Schüler wurden vor den beiden St.-Ulrichs-Kirchen in Augsburg freundlich von zwei Ehrenamtlichen des Evangelischen Forums Annahof in Empfang genommen und erhielten erste Informationen:

Ursprünglich diente das Bauwerk als Vorhalle zur dahinter stehenden Basilika St. Ulrich und Afra. Hier wurden die Wallfahrer empfangen, bevor sie die Pilgerstätte betraten. Einige Jahrzehnte später wurde die Halle zur protestantischen Pfarrkirche.

Dies erklärt, warum die Gebäude im rechten Winkel zueinander stehen. Dadurch ergibt sich auch die für Kirchen untypische Nord-Süd-Ausrichtung. Viele Kirchen sind nämlich mit dem Altar nach Osten (zur aufgehenden  Sonne hin) ausgerichtet.

 

 

Dann ging es - in zwei Gruppen aufgeteilt - in der evangelischen Ulrichskirche weiter, die sich noch weihnachtlich geschmückt präsentierte. Nach gemeinsamer Erörterung wichtiger Dinge, die zu einer Kirche gehören, wurde der Grundriss der Kirche genauer unter die Lupe genommen.

 

Die Viert- und Drittklässler durften auf dem Grundriss der Kirche Gegenstände in Papierform richtig anordnen. Sie zählten die abgebildeten Säulen und verglichen sie mit dem Original. Außerdem erkannten sie die Darstellung von Fenstern und Türen.

 

Anschließend machten sich die Schüler auf die Suche nach geometrischen Formen und Mustern in der Kirche.

 

Dreiecke, Rechtecke, Quadrate, Rauten und Sechsecke konnten die Schüler bei genauer Betrachtung der Bodenfliesen entdecken. 

 

Nach ersten eigenen Schätzungen zur Länge, Breite und Höhe der Ulrichskirche ging es ans Vermessen, was jedes Kind auf unterschiedliche Arten selbst durchführen durfte: Fuß-, Schritt-, Meterrad-, Meterstab-Messung. Zuvor wurden noch die Begriffe „Klafter“, „Elle“, „Fuß“ geklärt und auf die individuellen Unterschiede hingewiesen.

Den krönenden Abschluss bildete die Höhenvermessung, doch mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, nur noch so viel: Für die 21 Schüler samt Lehrerin und Begleitperson waren es eine Menge wertvoller Erfahrungen mit allen Sinnen, die sehr viel Spaß machten, den „Horizont“ erweiterten und die bestimmt allen noch lange in Erinnerung bleiben werden. Ein nachhaltiges Unterrichtserlebnis!

Text und Bilder: Monika Schmitt

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